Sonntag, 22. Februar 2015

Einfach nur traurig

Vorgerstern habe ich einen Nachrichtenartikel gelesen, der mich mal wieder unsagbar traurig gemacht hat. Ein kleiner dreijähriger Junge ist in Kanada mitten in der Nacht aus seinem Bettchen aufgestanden, und nur im Schlafanzug und mit Gummistiefeln ins Freie gelaufen. Bei -20 Grad Außentemperatur! Als nach ein paar Stunden sein Verschwinden bemerkt wurde, da war es natürlich schon viel zu spät, und die Rettungsmannschaften konnten ihn nur noch tot bergen. Der arme kleine Kerl ist erfroren. Ich habe es gelesen, und angefangen zu weinen!

Solche Geschichten sind grausam, und ich habe schon immer mitgelitten, wenn ich sowas gelesen habe. Seit ich selbst Mama bin kann ich es kaum ertragen, von solch grausamen Dingen zu lesen.
Jedes Mal schaue ich mir dann meinen kleinen Sonnenschein an, und mir wird bewusst wie unendlich dankbar ich sein muss, dass er gesund und putzmunter ist. Da erscheinen die Momente in denen er mich fast zur Weißglut treibt und ich ihn auf den Mond schießen könnte auf einmal so vollkommen unbedeutend. Wenn ich daran denke, was ihm alles Schreckliches passieren könnte, dann wird mein Herz zum Eisklumpen und mein Magen zum Backstein, und ich möchte ihn festhalten, an mich drücken, und nie wieder loslassen. Solche Dinge sollte keine Mutter, keine Familie durchleiden müssen, und ich will gar nicht wissen, wie es den Eltern des kleinen Jungen aus Kanada jetzt geht. Wie kann man einen so furchtbaren Schicksalsschlag überleben? Mein Leben zumindest hätte keinerlei Sinn mehr.

Es ist so wahr, das Sprichwort: "Ein Kind zu bekommen ist keine Kleinigkeit, denn es bedeutet, fortan das eigene Herz außerhalb seines Körpers herumlaufen zu lassen"!

1 Kommentar:

  1. hab gerade total die Gänsehaut bekommen und mir ist auch eiskalt geworden :(

    AntwortenLöschen