Mittwoch, 19. April 2017

Kinder, wie die Zeit vergeht!

Zeit ist ja das, was man meist zu wenig hat, wenn man erstmal Kinder hat. Zumindest die sogenannte "Frei"zeit. Das wenige davon was man hat verbringt man dann gerne völlig erschöpft auf dem Sofa, und denkt sich "Ach komm, nen Blogeintrag schreibst du morgen!"
Wie ich mit Schrecken feststellen musste wurde aus "morgen" dann irgendwie ein anderthalbes Jahr!
Was soll ich nun sagen beziehungsweise schreiben? Alles aufzuholen was in dieser Zeit interessantes passiert ist wäre ein Ding der Unmöglichkeit.
Also aktualisiere ich an dieser Stelle einfach des Schorschikinds Steckbrief:

Name: immernoch Schorschi
Alter: mittlerweile schon 3 1/2 Jahre
Beruf: mittlerweile ist er bereits ein Kindergartenkind!
Größe: 102cm
Gewicht: 17kg
Hobbies: Puzzles für Kinder ab mindestens 6 Jahren, Duplosteingebilde bauen, Chaos stiften, Feuerwehrmann Sam schauen (es lebe youtube)
Sonstiges: großer Bruder! Denn das Schorschikind ist nicht mehr der Alleinherrscher unter der Sonne! Vor 8 Monaten wurde ihm die Alleinherrschaft streitig gemacht von einer bezaubernden kleinen Prinzessin - nennen wir sie Liesel! Natürlich darf an dieser Stelle auch deren Steckbrief nicht fehlen.

Name: Liesel (oder Prinzessin)
Alter: 8 Monate
Beruf: Prinzessin!
Größe: ca 68cm
Gewicht: geschätzt zwischen 8 und 9 kg
Hobbies: bezaubernd aussehen, alles in den Mund stecken, auf Papas Arm schlafen, stehen!

Tja, das Motto in diesem Hause lautet also seit einer Weile schon: doppelte Arbeit, doppelter Spaß! Und hoffentlich dauert es nun nicht wieder doppelt so lang bis zum nächsten Bloggeintrag. Dann müsste ich ihn nämlich sehr wahrscheinlich schon um den dritten Steckbrief erweitern.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Faule Mama und gar nicht müdes Kind

Die faule Mama hat schon eeeeewig nichts mehr hier geschrieben. Und dabei gab und gibt es beim Schorschi-Kind nun wirklich genug Stoff um mindestens nen Kurzroman zu füllen. Aber wie das im Mamaleben so ist, den Tag über wird man auf Trab gehalten, und wenn abends das Kind dann doch mal schläft, dann fällt man einfach auf das Sofa und hofft, zumindest nicht einzuschlafen ehe der Film zuende ist.

Womit wir auch gleich beim Thema Schlafen wären. Das war ja schon immer so eine Sache hier, und noch nie des Schorschis Lieblingsbeschäftigung. Umso schöner war es, als sich vor drei bis vier Wochen ein wirklich schöner Schlafrhythmus hier eingependelt hat. Eine völlig moderate Aufstehzeit zwischen 8 und 9 Uhr in der Früh, dann eine bis anderthalbe Stunde Mittagsschläfchen ab ca 13.30 und abends um 20 Uhr war dann Schlafenszeit. Manchmal sogar inklusive Durchschlafen bis zum Morgen. Aber selbst wenn nicht, so war das ganze insgesamt doch um Längen besser als quasi die 2 Jahre zuvor.

Dann hat Schorschi vor ein paar Tagen gelernt, über das Bettgitter zu klettern. Und damit sah ich schon das Ende der ruhigen Zeit gekommen. Natürlich war er stolz wie Bolle, und hat den Mittagsschlaf für den Tag gestrichen - sehr zum Leidwesen der Mama, die sich schon auf ein ruhiges Tässchen Kaffee gefreut hat. Seinen Versuch, auch den Nachtschlaf zu canceln, haben wir dann allerdings doch zu vereiteln versucht. Was natürlich in Tränen und Geschrei geendet hat, sobald wir das gerade aus dem Kinderzimmer stolzierende Kind jedes Mal wieder zurück ins Bett gesteckt haben. Am Ende ging es nur, als ich mich mit dazu ins Bettchen gequetscht habe - ausnahmsweise mal ein Grund mich über die "nur" 1,64m Körpergröße zu freuen. Aber eine Dauerlösung konnte das ja auch nicht sein.

Glücklicherweise kam mir noch vor dem Mittagsschläfchen am folgenden Tag die rettende Idee. Das Kind vor dem Hinlegen geschwind in den Schlafsack gesteckt, der eigentlich schon seit geraumer Zeit der Bettdecke gewichen war. Und siehe da, damit kommt er nicht mehr über das Gitter!
Bis er Tags darauf schlau genug war, den Schlafsack einfach auszuziehen. Eine Rechnung, die er ohne Mama gemacht hat, denn die ist auch schlau, und so habe ich ihm das Teil dann einfach verkehrt herum angezogen. Reißverschluss auf dem Rücken bekommt der kleine Schelm nämlich nicht auf!

Und damit hatten wir sogar drei Tage wieder Ruhe und Frieden. Bis heute Mittag. Da hat er nämlich gelernt, wie er auch mit Schlafsack über das Gitter kommt. Jetzt bin ich dann tatsächlich ratlos, wie ich den kleinen Flüchtling weiterhin im Bett halten soll. Für heute Abend wird es hoffentlich wieder damit getan sein, dass ich mich dazu lege. Aber wie gesagt ist das keine Dauerlösung, genau so wenig wie ein Kind, das allabendlich bis Mitternacht rumturnt, ehe es die Müdigkeit endgültig übermannt. Für kreative Lösungsvorschläge bin ich dankbar.

Sonntag, 22. Februar 2015

Einfach nur traurig

Vorgerstern habe ich einen Nachrichtenartikel gelesen, der mich mal wieder unsagbar traurig gemacht hat. Ein kleiner dreijähriger Junge ist in Kanada mitten in der Nacht aus seinem Bettchen aufgestanden, und nur im Schlafanzug und mit Gummistiefeln ins Freie gelaufen. Bei -20 Grad Außentemperatur! Als nach ein paar Stunden sein Verschwinden bemerkt wurde, da war es natürlich schon viel zu spät, und die Rettungsmannschaften konnten ihn nur noch tot bergen. Der arme kleine Kerl ist erfroren. Ich habe es gelesen, und angefangen zu weinen!

Solche Geschichten sind grausam, und ich habe schon immer mitgelitten, wenn ich sowas gelesen habe. Seit ich selbst Mama bin kann ich es kaum ertragen, von solch grausamen Dingen zu lesen.
Jedes Mal schaue ich mir dann meinen kleinen Sonnenschein an, und mir wird bewusst wie unendlich dankbar ich sein muss, dass er gesund und putzmunter ist. Da erscheinen die Momente in denen er mich fast zur Weißglut treibt und ich ihn auf den Mond schießen könnte auf einmal so vollkommen unbedeutend. Wenn ich daran denke, was ihm alles Schreckliches passieren könnte, dann wird mein Herz zum Eisklumpen und mein Magen zum Backstein, und ich möchte ihn festhalten, an mich drücken, und nie wieder loslassen. Solche Dinge sollte keine Mutter, keine Familie durchleiden müssen, und ich will gar nicht wissen, wie es den Eltern des kleinen Jungen aus Kanada jetzt geht. Wie kann man einen so furchtbaren Schicksalsschlag überleben? Mein Leben zumindest hätte keinerlei Sinn mehr.

Es ist so wahr, das Sprichwort: "Ein Kind zu bekommen ist keine Kleinigkeit, denn es bedeutet, fortan das eigene Herz außerhalb seines Körpers herumlaufen zu lassen"!

Sonntag, 8. Februar 2015

Was tut man nicht alles...

... seinem Kind zuliebe. Man begibt sich zu Veranstaltungen, von denen man bis dahin nie geträumt hätte, dass man sich freiwillig jemals dorthin begeben wird. Das Faschingsturnen vom Kinderturnverein zum Beispiel.
Aber der kleine Mann hat immer so viel Spaß an der Turnstunde, und eine zusätzliche will ich ihm daher nicht vorenthalten. Außerdem geht es ja nicht darum, was Mama Spaß macht, sondern was Schorschi Spaß macht. Und in seinem kleinen Känguru-Kostüm mit Baby im Beutel sieht er auch so niedlich aus!

Dennoch kann man sich nicht vorstellen, was so eine Faschingsturnstunde bedeutet, ehe man einmal dabei war. Eine Halle mit 30-40 kostümierten Kindern zwischen 1 und 12 Jahren, die völlig außer Rand und Band umeinander, miteinander, wie auch immer, rennen, kreischen, springen und diverse Turngeräte und Aufbauten malträtieren. Dazu noch dröhnende Humba-Tätära-Partymusik aus der Ecke "Anton aus Tirol", "Komm hol das Lasso raus" und "Biene Maya".
Schorschi hatte da weitaus mehr Freude als ich, wie wild wurde der Popo gewackelt, dass der Känguruschwanz wippt. Sogar eine kleine, putzige Breakdance-Einlage hat er zum Besten gegeben. Weniger interessiert haben ihn dagegen die Turngeräte, obwohl er sonst liebend gerne klettert. Viel interessanter war da die Holzbank zum balancieren. Nach eingehender Begutachtung wurde selbige nämlich ausgiebig bekaut und benagt! Und dass Mama damit so gar nicht einverstanden war, das war natürlich völlig nebensächlich und überhaupt allerhöchstens zum kichern! Ich hätte ihm wohl besser ein Biberkostüm besorgt.

Gegen Ende wurde ich dann noch von einem kleinen Polizisten überfallen, dessen Betreuungspersonen wohl nicht anwesend oder nicht interessiert waren. Auf jeden Fall hielt der kleine Mann in Grün mir einen ebenso grünen Ball entgegen, und fragte mich immerhin recht höflich, ob ich mit ihm schießen wollte. Bei fremden Kindern scheine ich da auch nicht besser zu sein als beim eigenen, ich konnte natürlich nicht nein sagen. Also gab es als Höhepunkt nochmal richtig Spaß für Schorschi, den ich kurzerhand unter den Arm geklemmt und als Kickerfigürchen benutzt habe, um dem Mini-Polizisten den Ball zurück zu schießen.

Am Ende gab es dann noch Mini-Berliner, Mini-Laugenstangen und Mini-Dickmann's (und natürlich musste Schorschi von _jedem_ eins haben!) und Saft (das war dann auch der Punkt wo ich als Ballspielpartnerin nicht mehr interessant war). Ich bin also mit einem satten, müden und glücklichen Kind nach Hause gefahren - die allerbeste Kombination die man sich für sein Kind (und einen entspannten Feierabend ;-) ) wünschen kann!

Montag, 2. Februar 2015

Das perfekte Timing

Kinder haben ein Gespür für das perfekte Timing! Das muss ihnen angeboren sein, ein Überlebensinstinkt sozusagen. Zumindest weiß mein Sohn jederzeit ganz genau, was gerade so üüüüüberhaupt nicht in meine Pläne passt.

Übliche Bettzeit seit vielen Wochen und Monaten: 18.00-18.30 Uhr. Wunderbar, da hat man hinterher noch Zeit um schnell ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, und danach noch auszuspannen ehe man selbst Schlafenszeit hat. Außer an diesem Abend letzte Woche, an dem ich Sturmfrei hätte haben sollen. Kind im Bett, Papa auf einer Feier an der Uni, und Mama freut sich auf einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher, mit Kuscheldecke und Sektchen. Aber natürlich sucht sich Schorschi genau jenen Abend aus, um mal so _gar nicht_ müde zu sein! Trotz ausgefallenem Schläfchen am Tag wohlgemerkt. Aber es ist eben so schön abends - nachdem alles erledigt ist und sie Zeit hat - Qualitätszeit mit Mama zu haben! Der gemütliche Fernsehabend auf dem Sofa mit Sektchen wurde also ersetzt durch gemütlichen Abend mit Kind und einem Stapel Bilderbüchern im Sitzsack. Und durch Tierpuzzle bauen auf dem Boden. Und als Klettergerüst zweckentfremdet werden auf dem Boden. Zumindest war er aber äußerst gut gelaunt, das kennt man bei ihm auch anders wenn er übermüdet und überdreht ist.
Bettzeit war dann übrigens um 22 Uhr, als Papa nach Hause gekommen ist. Für Mama allerdings auch, denn die war nach diesem Abend dann auch zeitig müde.


Ein anderes Beispiel, Freitag Nacht wacht das Kind auf und verlangt nach seinem Fläschchen, nur um nach dem zweiten Schluck die Einschlafflasche von ein paar Stunden früher vollständig wieder von sich zu geben. Also ein nächtliches Zirkeltraining absolvieren: Kind ausziehen und in die Badewanne stecken, Bett komplett frisch aufziehen (denn es reicht ja nicht nur auf das Laken oder vielleicht noch ein Kissen zu spucken... wenn schon dann auf ALLES), Kind abtrocknen, fönen und frisch einkleiden. Danach mit dem sauberen Kind wieder zurück ins Bett marschiert... und genau das ist der Zeitpunkt den das Kind nutzt, um sich nochmal zu übergeben. Nicht während es in der Wanne sitzt, nicht während es noch nackig ist, nicht während man noch mit ihm im Bad und in Reichweite einer Wanne oder eines Waschbeckens ist. Nein! Erst wenn man eine halbe Stunde später frisch angezogen im frisch aufgezogenen Bett ist, dann ist der richtige Moment weitere Milchreste von sich zu geben. Schließlich sind aller guten Dinge drei, und der dritte frische Schlafanzug für die Nacht ist viel kuschliger als die ersten beiden. Und der dritte Satz Bettwäsche ist natürlich hübscher als die beiden zuvor. Außerdem wäscht Mama doch wirklich so gerne.


Und dann wäre da noch gestern Abend, wo mein Freund und ich uns einen gemütlichen Fernsehabend geplant hatten. Mit lecker Abendessen vom Lieferitaliener. Das natürlich pünktlich kam kurz nachdem das Kind ein 30 minütiges Schläfchen gehalten hat und dann wieder aufstehen wollte. Wie gut, dass es Backöfen gibt, die Essen warm halten. Irgendwann wurde der Hunger dann aber doch zu groß, und es wurde ein Essen mit nebenbei laufender Kinderbespaßung daraus. Zum guten Schluss erwies sich Schorschi als so hartnäckig, dass er mit stolzen 16 1/2 Monaten seine erste Folge 'The Big Bang Theory' mit uns ansehen durfte. Aber hey, wenn schon, dann wird das Kind gleich von Anfang an anständig zu nem kleinen Nerd erzogen!

Freitag, 16. Januar 2015

Zu viel des Guten...

... soll man ja an einem einzigen Tag nicht erwarten. Ab und an versucht Frau es trotzdem mal, wird aber häufig enttäuscht.
Immerhin durfte ich heute Morgen ausschlafen. Meldet sich mein pamperstragender Wecker normalerweise recht pünktlich um 7 Uhr früh (an wirklich guten Tagen erst um 7.30), hat er heute erst um 8.30 losgeplappert. Gut ausgeschalfen war er dann auch wirklich ausgesprochen gut gelaunt. Schön, wenn mal mal das Frühstücksgeschirr spülen kann, ohne knatschendes Kleinkind am Bein! Allerdings war klar, dass sich sein Vormittagsschläfchen deutlich nach hinten verschieben wird. Aber da er ja sowieso nur noch einmal am Tag schläft spielt das 'wann' eher eine untergeordnete Rolle, schließlich gibt es kein Folgeschläfchen mehr, das sich dadurch ungünstig verschieben könnte.

Erste Müdigkeitsanzeichen kamen pünktlich eine halbe Stunde vor dem Mittagessen. Also schnell das Essen ein wenig vorgezogen und Schorschi bis dahin noch ein wenig bespaßt. Baguetteknabbernd wurden dann zunehmend die Augen gerieben, so dass ich der festen Überzeugung war, das Kind völlig komplikationslos ins Bett zu bringen. Aber ich sollte meinen Sohn besser kennen. Geschlagene 15 Minuten gab es Gezeter, Geschimpf und Geschrei, ehe es ruhig wurde, und der Schlaf seinen Siegeszug im Schlafzimmer feiern konnte. Und nachdem er deutlich länger als üblich auf war vor seinem Schläfchen, so dachte ich mir, würde er sicherlich auch etwas länger schlafen. Da außerdem seit einigen Stunden weder Telefon noch Internet funktionstüchtig waren (ich war abgeschnitten von der Welt da draußen, Hilfe!) hat ein Schläfchen mich gelockt. Also sicherheitshalber noch fünf Minuten gewartet - das Kind hört ja im Schlaf die Flöhe husten - und dann auf Zehenspitzen ins Schlafzimmer geschlichen. Die knarzenden Stellen vom Lattenrost kenne ich mittlerweile aus leidvoller Erfahrung, also habe ich es gemeistert, sie zu umgehen beim Hinlegen. Aaah, wie herrlich, ein weiches Kissen und eine kuschlige Decke. Mama macht die Augen zu... und keine 5 Minuten später tanzt und krakelt Schorschi in seinem Bettchen!

Es wäre ja auch ZU schön gewesen, tatsächlich mal ein Mittagsschläfchen zu machen. Hätte mein Kind das dringende Bedürfnis dazu so häufig wie ich, wir hätten hier keine Probleme mit dem Schlafen mehr! Aber während ich noch immer völlig erschöpft aus dem Bett krauche (ich war der Entspannung nichtmal annähernd nahe) ist das Kind nach seinen 10 Minuten Powernap wieder topfit.
In solchen Momenten freue ich mich dann auf die Zeit, wenn er größer ist und zur Schule geht. Wenn er dann früh morgens nicht aufstehen will, oder nachmittags müde nach Hause kommt, und noch Hausaufgaben zu erledigen hat. Dann werde ich ein klein Bisschen Schadenfreude auspacken, und ihm sagen: "Damals als du noch jederzeit hättest schlafen können... da wolltest du nicht! Jetzt siehst du mal, wie es der Mama damals ging."

Donnerstag, 15. Januar 2015

Worüber schreibt man so...

... als normalsterbliche, berufstätige Mutter? Über den ganz normalen Alltagswahnsinn, zwischen Haushalt, Arbeit und Windeln!

Mutter sein ist ein fordernder Job, auch ohne Zweitjob nebenher. Trotzdem, nachdem ich jetzt 15 Monate Zeit hatte mich 'einzuarbeiten', muss der Zweitjob (oder auch, mein ehemaliger Erstjob) wieder her, schließlich wollen Windeln und Babymüsli auch bezahlt werden, und das Geld verdient sich nicht von selbst. Und so schlimm kann das ganze mit Job und Kind doch gar nicht sein, so viele Frauen wuppen das, und manche von denen sogar mit mehr als nur einem Kind! Außerdem ist die Kinderbetreuung dank Oma wunderbar gesichert.
So denkt Frau sich das, in der Theorie. Aber wehe, wenn dann die Praxis kommt...

Seit zwei Wochen bin ich jetzt also Mama mit Zweitjob, und ich muss sagen, das Level der Ermüdung hat ein völlig neues Niveau erreicht. Hätte nicht gedacht, dass das noch geht, nach durchwachten Nächten mit Zahnungsschmerzen, Impfreaktionen und 3-Monats-Koliken. Aber man merkt die Doppelbelastung einfach. Möglicherweise ist es auch aktuell nur deshalb so anstrengend, weil ich das frühe Aufstehen und die Belastung durch die Arbeit nicht mehr gewöhnt bin nach der Elternzeit. Dann gibt es ja noch Hoffnung, dass ich in absehbarer Zeit wieder fitter bin.

Trotzdem wird es sicherlich oft genug ein Eiertanz, den ich zu vollführen habe, zwischen Job, Kind, Haushalt, und dem ganzen Rest. Manchmal wird es zum lachen sein (zumindest für Dritte, schätze ich), manchmal zum weinen, aber so oder so lohnt es sich sicher, es nieder zu schreiben... entweder für mich, oder diejenigen, die es lesen ;-)

Zum Schluss gibt es für alle Interessierten noch einen kurzen Steckbrief:

Name: Mama (manchmal auch Maaaaamaaaaa!)
Alter: 30 (*09/1984)
Beruf: Hauptberuf Mama, Nebenjob Gesundheits- und Krankenpflegerin
Größe: 1,64m
Gewicht: passt schon... irgendwie... wenn man mal Zeit für Sport hätte...
Hobbies: Bilderbücher 'vorlesen', mit Duplosteinen spielen, Türme aus Bauklötzen stapeln... und wenn ich dann mal kinderfrei habe: lesen (bevorzugt Fantasy), GW2 zocken, Crime-Serien anschauen

Und auch noch ein kleiner Steckbrief vom 'Master of Disaster':

Name: Schorschi (aus kinderschutztechnischen Gründen nutze ich hier die Koseform seines zweiten Vornamens anstelle seines 'richtigen' Namens)
Alter: 16 Monate (*09/2013)
Größe: viel zu schnell wachsend
Gewicht: langsam aber sicher zu schwer, um ihn ständig umher zu tragen
Hobbies: Bilderbücher gucken, Chaos stiften, Mamas Bauklotztürme umwerfen, auf alle Möbel klettern, tanzen