Vorgerstern habe ich einen Nachrichtenartikel gelesen, der mich mal wieder unsagbar traurig gemacht hat. Ein kleiner dreijähriger Junge ist in Kanada mitten in der Nacht aus seinem Bettchen aufgestanden, und nur im Schlafanzug und mit Gummistiefeln ins Freie gelaufen. Bei -20 Grad Außentemperatur! Als nach ein paar Stunden sein Verschwinden bemerkt wurde, da war es natürlich schon viel zu spät, und die Rettungsmannschaften konnten ihn nur noch tot bergen. Der arme kleine Kerl ist erfroren. Ich habe es gelesen, und angefangen zu weinen!
Solche Geschichten sind grausam, und ich habe schon immer mitgelitten, wenn ich sowas gelesen habe. Seit ich selbst Mama bin kann ich es kaum ertragen, von solch grausamen Dingen zu lesen.
Jedes Mal schaue ich mir dann meinen kleinen Sonnenschein an, und mir wird bewusst wie unendlich dankbar ich sein muss, dass er gesund und putzmunter ist. Da erscheinen die Momente in denen er mich fast zur Weißglut treibt und ich ihn auf den Mond schießen könnte auf einmal so vollkommen unbedeutend. Wenn ich daran denke, was ihm alles Schreckliches passieren könnte, dann wird mein Herz zum Eisklumpen und mein Magen zum Backstein, und ich möchte ihn festhalten, an mich drücken, und nie wieder loslassen. Solche Dinge sollte keine Mutter, keine Familie durchleiden müssen, und ich will gar nicht wissen, wie es den Eltern des kleinen Jungen aus Kanada jetzt geht. Wie kann man einen so furchtbaren Schicksalsschlag überleben? Mein Leben zumindest hätte keinerlei Sinn mehr.
Es ist so wahr, das Sprichwort: "Ein Kind zu bekommen ist keine Kleinigkeit, denn es bedeutet, fortan das eigene Herz außerhalb seines Körpers herumlaufen zu lassen"!
Sonntag, 22. Februar 2015
Sonntag, 8. Februar 2015
Was tut man nicht alles...
... seinem Kind zuliebe. Man begibt sich zu
Veranstaltungen, von denen man bis dahin nie geträumt hätte, dass man
sich freiwillig jemals dorthin begeben wird. Das Faschingsturnen vom
Kinderturnverein zum Beispiel.
Aber der kleine Mann hat immer so viel Spaß an der Turnstunde, und eine zusätzliche will ich ihm daher nicht vorenthalten. Außerdem geht es ja nicht darum, was Mama Spaß macht, sondern was Schorschi Spaß macht. Und in seinem kleinen Känguru-Kostüm mit Baby im Beutel sieht er auch so niedlich aus!
Dennoch kann man sich nicht vorstellen, was so eine Faschingsturnstunde bedeutet, ehe man einmal dabei war. Eine Halle mit 30-40 kostümierten Kindern zwischen 1 und 12 Jahren, die völlig außer Rand und Band umeinander, miteinander, wie auch immer, rennen, kreischen, springen und diverse Turngeräte und Aufbauten malträtieren. Dazu noch dröhnende Humba-Tätära-Partymusik aus der Ecke "Anton aus Tirol", "Komm hol das Lasso raus" und "Biene Maya".
Schorschi hatte da weitaus mehr Freude als ich, wie wild wurde der Popo gewackelt, dass der Känguruschwanz wippt. Sogar eine kleine, putzige Breakdance-Einlage hat er zum Besten gegeben. Weniger interessiert haben ihn dagegen die Turngeräte, obwohl er sonst liebend gerne klettert. Viel interessanter war da die Holzbank zum balancieren. Nach eingehender Begutachtung wurde selbige nämlich ausgiebig bekaut und benagt! Und dass Mama damit so gar nicht einverstanden war, das war natürlich völlig nebensächlich und überhaupt allerhöchstens zum kichern! Ich hätte ihm wohl besser ein Biberkostüm besorgt.
Gegen Ende wurde ich dann noch von einem kleinen Polizisten überfallen, dessen Betreuungspersonen wohl nicht anwesend oder nicht interessiert waren. Auf jeden Fall hielt der kleine Mann in Grün mir einen ebenso grünen Ball entgegen, und fragte mich immerhin recht höflich, ob ich mit ihm schießen wollte. Bei fremden Kindern scheine ich da auch nicht besser zu sein als beim eigenen, ich konnte natürlich nicht nein sagen. Also gab es als Höhepunkt nochmal richtig Spaß für Schorschi, den ich kurzerhand unter den Arm geklemmt und als Kickerfigürchen benutzt habe, um dem Mini-Polizisten den Ball zurück zu schießen.
Am Ende gab es dann noch Mini-Berliner, Mini-Laugenstangen und Mini-Dickmann's (und natürlich musste Schorschi von _jedem_ eins haben!) und Saft (das war dann auch der Punkt wo ich als Ballspielpartnerin nicht mehr interessant war). Ich bin also mit einem satten, müden und glücklichen Kind nach Hause gefahren - die allerbeste Kombination die man sich für sein Kind (und einen entspannten Feierabend ;-) ) wünschen kann!
Aber der kleine Mann hat immer so viel Spaß an der Turnstunde, und eine zusätzliche will ich ihm daher nicht vorenthalten. Außerdem geht es ja nicht darum, was Mama Spaß macht, sondern was Schorschi Spaß macht. Und in seinem kleinen Känguru-Kostüm mit Baby im Beutel sieht er auch so niedlich aus!
Dennoch kann man sich nicht vorstellen, was so eine Faschingsturnstunde bedeutet, ehe man einmal dabei war. Eine Halle mit 30-40 kostümierten Kindern zwischen 1 und 12 Jahren, die völlig außer Rand und Band umeinander, miteinander, wie auch immer, rennen, kreischen, springen und diverse Turngeräte und Aufbauten malträtieren. Dazu noch dröhnende Humba-Tätära-Partymusik aus der Ecke "Anton aus Tirol", "Komm hol das Lasso raus" und "Biene Maya".
Schorschi hatte da weitaus mehr Freude als ich, wie wild wurde der Popo gewackelt, dass der Känguruschwanz wippt. Sogar eine kleine, putzige Breakdance-Einlage hat er zum Besten gegeben. Weniger interessiert haben ihn dagegen die Turngeräte, obwohl er sonst liebend gerne klettert. Viel interessanter war da die Holzbank zum balancieren. Nach eingehender Begutachtung wurde selbige nämlich ausgiebig bekaut und benagt! Und dass Mama damit so gar nicht einverstanden war, das war natürlich völlig nebensächlich und überhaupt allerhöchstens zum kichern! Ich hätte ihm wohl besser ein Biberkostüm besorgt.
Gegen Ende wurde ich dann noch von einem kleinen Polizisten überfallen, dessen Betreuungspersonen wohl nicht anwesend oder nicht interessiert waren. Auf jeden Fall hielt der kleine Mann in Grün mir einen ebenso grünen Ball entgegen, und fragte mich immerhin recht höflich, ob ich mit ihm schießen wollte. Bei fremden Kindern scheine ich da auch nicht besser zu sein als beim eigenen, ich konnte natürlich nicht nein sagen. Also gab es als Höhepunkt nochmal richtig Spaß für Schorschi, den ich kurzerhand unter den Arm geklemmt und als Kickerfigürchen benutzt habe, um dem Mini-Polizisten den Ball zurück zu schießen.
Am Ende gab es dann noch Mini-Berliner, Mini-Laugenstangen und Mini-Dickmann's (und natürlich musste Schorschi von _jedem_ eins haben!) und Saft (das war dann auch der Punkt wo ich als Ballspielpartnerin nicht mehr interessant war). Ich bin also mit einem satten, müden und glücklichen Kind nach Hause gefahren - die allerbeste Kombination die man sich für sein Kind (und einen entspannten Feierabend ;-) ) wünschen kann!
Montag, 2. Februar 2015
Das perfekte Timing
Kinder haben ein Gespür für das perfekte Timing! Das muss ihnen
angeboren sein, ein Überlebensinstinkt sozusagen. Zumindest weiß
mein Sohn jederzeit ganz genau, was gerade so üüüüüberhaupt nicht in
meine Pläne passt.
Übliche Bettzeit seit vielen Wochen und Monaten: 18.00-18.30 Uhr. Wunderbar, da hat man hinterher noch Zeit um schnell ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, und danach noch auszuspannen ehe man selbst Schlafenszeit hat. Außer an diesem Abend letzte Woche, an dem ich Sturmfrei hätte haben sollen. Kind im Bett, Papa auf einer Feier an der Uni, und Mama freut sich auf einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher, mit Kuscheldecke und Sektchen. Aber natürlich sucht sich Schorschi genau jenen Abend aus, um mal so _gar nicht_ müde zu sein! Trotz ausgefallenem Schläfchen am Tag wohlgemerkt. Aber es ist eben so schön abends - nachdem alles erledigt ist und sie Zeit hat - Qualitätszeit mit Mama zu haben! Der gemütliche Fernsehabend auf dem Sofa mit Sektchen wurde also ersetzt durch gemütlichen Abend mit Kind und einem Stapel Bilderbüchern im Sitzsack. Und durch Tierpuzzle bauen auf dem Boden. Und als Klettergerüst zweckentfremdet werden auf dem Boden. Zumindest war er aber äußerst gut gelaunt, das kennt man bei ihm auch anders wenn er übermüdet und überdreht ist.
Bettzeit war dann übrigens um 22 Uhr, als Papa nach Hause gekommen ist. Für Mama allerdings auch, denn die war nach diesem Abend dann auch zeitig müde.
Ein anderes Beispiel, Freitag Nacht wacht das Kind auf und verlangt nach seinem Fläschchen, nur um nach dem zweiten Schluck die Einschlafflasche von ein paar Stunden früher vollständig wieder von sich zu geben. Also ein nächtliches Zirkeltraining absolvieren: Kind ausziehen und in die Badewanne stecken, Bett komplett frisch aufziehen (denn es reicht ja nicht nur auf das Laken oder vielleicht noch ein Kissen zu spucken... wenn schon dann auf ALLES), Kind abtrocknen, fönen und frisch einkleiden. Danach mit dem sauberen Kind wieder zurück ins Bett marschiert... und genau das ist der Zeitpunkt den das Kind nutzt, um sich nochmal zu übergeben. Nicht während es in der Wanne sitzt, nicht während es noch nackig ist, nicht während man noch mit ihm im Bad und in Reichweite einer Wanne oder eines Waschbeckens ist. Nein! Erst wenn man eine halbe Stunde später frisch angezogen im frisch aufgezogenen Bett ist, dann ist der richtige Moment weitere Milchreste von sich zu geben. Schließlich sind aller guten Dinge drei, und der dritte frische Schlafanzug für die Nacht ist viel kuschliger als die ersten beiden. Und der dritte Satz Bettwäsche ist natürlich hübscher als die beiden zuvor. Außerdem wäscht Mama doch wirklich so gerne.
Und dann wäre da noch gestern Abend, wo mein Freund und ich uns einen gemütlichen Fernsehabend geplant hatten. Mit lecker Abendessen vom Lieferitaliener. Das natürlich pünktlich kam kurz nachdem das Kind ein 30 minütiges Schläfchen gehalten hat und dann wieder aufstehen wollte. Wie gut, dass es Backöfen gibt, die Essen warm halten. Irgendwann wurde der Hunger dann aber doch zu groß, und es wurde ein Essen mit nebenbei laufender Kinderbespaßung daraus. Zum guten Schluss erwies sich Schorschi als so hartnäckig, dass er mit stolzen 16 1/2 Monaten seine erste Folge 'The Big Bang Theory' mit uns ansehen durfte. Aber hey, wenn schon, dann wird das Kind gleich von Anfang an anständig zu nem kleinen Nerd erzogen!
Übliche Bettzeit seit vielen Wochen und Monaten: 18.00-18.30 Uhr. Wunderbar, da hat man hinterher noch Zeit um schnell ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, und danach noch auszuspannen ehe man selbst Schlafenszeit hat. Außer an diesem Abend letzte Woche, an dem ich Sturmfrei hätte haben sollen. Kind im Bett, Papa auf einer Feier an der Uni, und Mama freut sich auf einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher, mit Kuscheldecke und Sektchen. Aber natürlich sucht sich Schorschi genau jenen Abend aus, um mal so _gar nicht_ müde zu sein! Trotz ausgefallenem Schläfchen am Tag wohlgemerkt. Aber es ist eben so schön abends - nachdem alles erledigt ist und sie Zeit hat - Qualitätszeit mit Mama zu haben! Der gemütliche Fernsehabend auf dem Sofa mit Sektchen wurde also ersetzt durch gemütlichen Abend mit Kind und einem Stapel Bilderbüchern im Sitzsack. Und durch Tierpuzzle bauen auf dem Boden. Und als Klettergerüst zweckentfremdet werden auf dem Boden. Zumindest war er aber äußerst gut gelaunt, das kennt man bei ihm auch anders wenn er übermüdet und überdreht ist.
Bettzeit war dann übrigens um 22 Uhr, als Papa nach Hause gekommen ist. Für Mama allerdings auch, denn die war nach diesem Abend dann auch zeitig müde.
Ein anderes Beispiel, Freitag Nacht wacht das Kind auf und verlangt nach seinem Fläschchen, nur um nach dem zweiten Schluck die Einschlafflasche von ein paar Stunden früher vollständig wieder von sich zu geben. Also ein nächtliches Zirkeltraining absolvieren: Kind ausziehen und in die Badewanne stecken, Bett komplett frisch aufziehen (denn es reicht ja nicht nur auf das Laken oder vielleicht noch ein Kissen zu spucken... wenn schon dann auf ALLES), Kind abtrocknen, fönen und frisch einkleiden. Danach mit dem sauberen Kind wieder zurück ins Bett marschiert... und genau das ist der Zeitpunkt den das Kind nutzt, um sich nochmal zu übergeben. Nicht während es in der Wanne sitzt, nicht während es noch nackig ist, nicht während man noch mit ihm im Bad und in Reichweite einer Wanne oder eines Waschbeckens ist. Nein! Erst wenn man eine halbe Stunde später frisch angezogen im frisch aufgezogenen Bett ist, dann ist der richtige Moment weitere Milchreste von sich zu geben. Schließlich sind aller guten Dinge drei, und der dritte frische Schlafanzug für die Nacht ist viel kuschliger als die ersten beiden. Und der dritte Satz Bettwäsche ist natürlich hübscher als die beiden zuvor. Außerdem wäscht Mama doch wirklich so gerne.
Und dann wäre da noch gestern Abend, wo mein Freund und ich uns einen gemütlichen Fernsehabend geplant hatten. Mit lecker Abendessen vom Lieferitaliener. Das natürlich pünktlich kam kurz nachdem das Kind ein 30 minütiges Schläfchen gehalten hat und dann wieder aufstehen wollte. Wie gut, dass es Backöfen gibt, die Essen warm halten. Irgendwann wurde der Hunger dann aber doch zu groß, und es wurde ein Essen mit nebenbei laufender Kinderbespaßung daraus. Zum guten Schluss erwies sich Schorschi als so hartnäckig, dass er mit stolzen 16 1/2 Monaten seine erste Folge 'The Big Bang Theory' mit uns ansehen durfte. Aber hey, wenn schon, dann wird das Kind gleich von Anfang an anständig zu nem kleinen Nerd erzogen!
Abonnieren
Posts (Atom)