Montag, 2. Februar 2015

Das perfekte Timing

Kinder haben ein Gespür für das perfekte Timing! Das muss ihnen angeboren sein, ein Überlebensinstinkt sozusagen. Zumindest weiß mein Sohn jederzeit ganz genau, was gerade so üüüüüberhaupt nicht in meine Pläne passt.

Übliche Bettzeit seit vielen Wochen und Monaten: 18.00-18.30 Uhr. Wunderbar, da hat man hinterher noch Zeit um schnell ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, und danach noch auszuspannen ehe man selbst Schlafenszeit hat. Außer an diesem Abend letzte Woche, an dem ich Sturmfrei hätte haben sollen. Kind im Bett, Papa auf einer Feier an der Uni, und Mama freut sich auf einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher, mit Kuscheldecke und Sektchen. Aber natürlich sucht sich Schorschi genau jenen Abend aus, um mal so _gar nicht_ müde zu sein! Trotz ausgefallenem Schläfchen am Tag wohlgemerkt. Aber es ist eben so schön abends - nachdem alles erledigt ist und sie Zeit hat - Qualitätszeit mit Mama zu haben! Der gemütliche Fernsehabend auf dem Sofa mit Sektchen wurde also ersetzt durch gemütlichen Abend mit Kind und einem Stapel Bilderbüchern im Sitzsack. Und durch Tierpuzzle bauen auf dem Boden. Und als Klettergerüst zweckentfremdet werden auf dem Boden. Zumindest war er aber äußerst gut gelaunt, das kennt man bei ihm auch anders wenn er übermüdet und überdreht ist.
Bettzeit war dann übrigens um 22 Uhr, als Papa nach Hause gekommen ist. Für Mama allerdings auch, denn die war nach diesem Abend dann auch zeitig müde.


Ein anderes Beispiel, Freitag Nacht wacht das Kind auf und verlangt nach seinem Fläschchen, nur um nach dem zweiten Schluck die Einschlafflasche von ein paar Stunden früher vollständig wieder von sich zu geben. Also ein nächtliches Zirkeltraining absolvieren: Kind ausziehen und in die Badewanne stecken, Bett komplett frisch aufziehen (denn es reicht ja nicht nur auf das Laken oder vielleicht noch ein Kissen zu spucken... wenn schon dann auf ALLES), Kind abtrocknen, fönen und frisch einkleiden. Danach mit dem sauberen Kind wieder zurück ins Bett marschiert... und genau das ist der Zeitpunkt den das Kind nutzt, um sich nochmal zu übergeben. Nicht während es in der Wanne sitzt, nicht während es noch nackig ist, nicht während man noch mit ihm im Bad und in Reichweite einer Wanne oder eines Waschbeckens ist. Nein! Erst wenn man eine halbe Stunde später frisch angezogen im frisch aufgezogenen Bett ist, dann ist der richtige Moment weitere Milchreste von sich zu geben. Schließlich sind aller guten Dinge drei, und der dritte frische Schlafanzug für die Nacht ist viel kuschliger als die ersten beiden. Und der dritte Satz Bettwäsche ist natürlich hübscher als die beiden zuvor. Außerdem wäscht Mama doch wirklich so gerne.


Und dann wäre da noch gestern Abend, wo mein Freund und ich uns einen gemütlichen Fernsehabend geplant hatten. Mit lecker Abendessen vom Lieferitaliener. Das natürlich pünktlich kam kurz nachdem das Kind ein 30 minütiges Schläfchen gehalten hat und dann wieder aufstehen wollte. Wie gut, dass es Backöfen gibt, die Essen warm halten. Irgendwann wurde der Hunger dann aber doch zu groß, und es wurde ein Essen mit nebenbei laufender Kinderbespaßung daraus. Zum guten Schluss erwies sich Schorschi als so hartnäckig, dass er mit stolzen 16 1/2 Monaten seine erste Folge 'The Big Bang Theory' mit uns ansehen durfte. Aber hey, wenn schon, dann wird das Kind gleich von Anfang an anständig zu nem kleinen Nerd erzogen!

1 Kommentar:

  1. So sind die lieben Kleinen :D ich würde aber auch quängeln, wenn das Essen von Mama und Papa so verdammt gut schnuppert und wenn dann noch tbbt läuft :D und mit der Mama und der Gode kann der Kleine ja nur ein Nerd werden :D allerdings der beste Nerd der Welt :D freu mich schon wenn er alt genug ist, damit ich ihm Experimentierkästen schenken kann und mit ihm in den Zoo und in Naturkundemuseen fahren kann und ihm alles über Chemie, Bio und zur Not auch Physik erklären kann :D

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