Kinder haben ein Gespür für das perfekte Timing! Das muss ihnen
angeboren sein, ein Überlebensinstinkt sozusagen. Zumindest weiß
mein Sohn jederzeit ganz genau, was gerade so üüüüüberhaupt nicht in
meine Pläne passt.
Übliche Bettzeit seit vielen Wochen und Monaten: 18.00-18.30 Uhr.
Wunderbar, da hat man hinterher noch Zeit um schnell ein paar
Kleinigkeiten zu erledigen, und danach noch auszuspannen ehe man selbst
Schlafenszeit hat. Außer an diesem Abend letzte Woche, an dem ich
Sturmfrei hätte haben sollen. Kind im Bett, Papa auf einer Feier an der
Uni, und Mama freut sich auf einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher,
mit Kuscheldecke und Sektchen. Aber natürlich sucht sich Schorschi genau
jenen Abend aus, um mal so _gar nicht_ müde zu sein! Trotz
ausgefallenem Schläfchen am Tag wohlgemerkt. Aber es ist eben so schön
abends - nachdem alles erledigt ist und sie Zeit hat - Qualitätszeit mit
Mama zu haben! Der gemütliche Fernsehabend auf dem Sofa mit Sektchen
wurde also ersetzt durch gemütlichen Abend mit Kind und einem Stapel
Bilderbüchern im Sitzsack. Und durch Tierpuzzle bauen auf dem Boden. Und
als Klettergerüst zweckentfremdet werden auf dem Boden. Zumindest war
er aber äußerst gut gelaunt, das kennt man bei ihm auch anders wenn er
übermüdet und überdreht ist.
Bettzeit war dann übrigens um 22 Uhr, als Papa nach Hause gekommen ist.
Für Mama allerdings auch, denn die war nach diesem Abend dann auch
zeitig müde.
Ein anderes Beispiel, Freitag Nacht wacht das Kind auf und verlangt nach
seinem Fläschchen, nur um nach dem zweiten Schluck die Einschlafflasche
von ein paar Stunden früher vollständig wieder von sich zu geben. Also
ein nächtliches Zirkeltraining absolvieren: Kind ausziehen und in die
Badewanne stecken, Bett komplett frisch aufziehen (denn es reicht ja
nicht nur auf das Laken oder vielleicht noch ein Kissen zu spucken...
wenn schon dann auf ALLES), Kind abtrocknen, fönen und frisch
einkleiden. Danach mit dem sauberen Kind wieder zurück ins Bett
marschiert... und genau das ist der Zeitpunkt den das Kind nutzt, um
sich nochmal zu übergeben. Nicht während es in der Wanne sitzt, nicht
während es noch nackig ist, nicht während man noch mit ihm im Bad und in
Reichweite einer Wanne oder eines Waschbeckens ist. Nein! Erst wenn man
eine halbe Stunde später frisch angezogen im frisch aufgezogenen Bett
ist, dann ist der richtige Moment weitere Milchreste von sich zu geben.
Schließlich sind aller guten Dinge drei, und der dritte frische
Schlafanzug für die Nacht ist viel kuschliger als die ersten beiden. Und
der dritte Satz Bettwäsche ist natürlich hübscher als die beiden zuvor.
Außerdem wäscht Mama doch wirklich so gerne.
Und dann wäre da noch gestern Abend, wo mein Freund und ich uns einen
gemütlichen Fernsehabend geplant hatten. Mit lecker Abendessen vom
Lieferitaliener. Das natürlich pünktlich kam kurz nachdem das Kind ein
30 minütiges Schläfchen gehalten hat und dann wieder aufstehen wollte.
Wie gut, dass es Backöfen gibt, die Essen warm halten. Irgendwann wurde
der Hunger dann aber doch zu groß, und es wurde ein Essen mit nebenbei
laufender Kinderbespaßung daraus. Zum guten Schluss erwies sich
Schorschi als so hartnäckig, dass er mit stolzen 16 1/2 Monaten seine
erste Folge 'The Big Bang Theory' mit uns ansehen durfte. Aber hey, wenn
schon, dann wird das Kind gleich von Anfang an anständig zu nem kleinen
Nerd erzogen!
So sind die lieben Kleinen :D ich würde aber auch quängeln, wenn das Essen von Mama und Papa so verdammt gut schnuppert und wenn dann noch tbbt läuft :D und mit der Mama und der Gode kann der Kleine ja nur ein Nerd werden :D allerdings der beste Nerd der Welt :D freu mich schon wenn er alt genug ist, damit ich ihm Experimentierkästen schenken kann und mit ihm in den Zoo und in Naturkundemuseen fahren kann und ihm alles über Chemie, Bio und zur Not auch Physik erklären kann :D
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