... soll man ja an einem einzigen Tag nicht erwarten. Ab und an versucht Frau es trotzdem mal, wird aber häufig enttäuscht.
Immerhin durfte ich heute Morgen ausschlafen. Meldet sich mein
pamperstragender Wecker normalerweise recht pünktlich um 7 Uhr früh (an
wirklich guten Tagen erst um 7.30), hat er heute erst um 8.30
losgeplappert. Gut ausgeschalfen war er dann auch wirklich ausgesprochen
gut gelaunt. Schön, wenn mal mal das Frühstücksgeschirr spülen kann,
ohne knatschendes Kleinkind am Bein! Allerdings war klar, dass sich sein
Vormittagsschläfchen deutlich nach hinten verschieben wird. Aber da er
ja sowieso nur noch einmal am Tag schläft spielt das 'wann' eher eine
untergeordnete Rolle, schließlich gibt es kein Folgeschläfchen mehr, das
sich dadurch ungünstig verschieben könnte.
Erste Müdigkeitsanzeichen kamen pünktlich eine halbe Stunde vor dem
Mittagessen. Also schnell das Essen ein wenig vorgezogen und Schorschi
bis dahin noch ein wenig bespaßt. Baguetteknabbernd wurden dann
zunehmend die Augen gerieben, so dass ich der festen Überzeugung war,
das Kind völlig komplikationslos ins Bett zu bringen. Aber ich sollte
meinen Sohn besser kennen. Geschlagene 15 Minuten gab es Gezeter,
Geschimpf und Geschrei, ehe es ruhig wurde, und der Schlaf seinen
Siegeszug im Schlafzimmer feiern konnte. Und nachdem er deutlich länger
als üblich auf war vor seinem Schläfchen, so dachte ich mir, würde er
sicherlich auch etwas länger schlafen. Da außerdem seit einigen Stunden
weder Telefon noch Internet funktionstüchtig waren (ich war
abgeschnitten von der Welt da draußen, Hilfe!) hat ein Schläfchen mich
gelockt. Also sicherheitshalber noch fünf Minuten gewartet - das Kind
hört ja im Schlaf die Flöhe husten - und dann auf Zehenspitzen ins
Schlafzimmer geschlichen. Die knarzenden Stellen vom Lattenrost kenne
ich mittlerweile aus leidvoller Erfahrung, also habe ich es gemeistert,
sie zu umgehen beim Hinlegen. Aaah, wie herrlich, ein weiches Kissen und
eine kuschlige Decke. Mama macht die Augen zu... und keine 5 Minuten
später tanzt und krakelt Schorschi in seinem Bettchen!
Es wäre ja auch ZU schön gewesen, tatsächlich mal ein Mittagsschläfchen
zu machen. Hätte mein Kind das dringende Bedürfnis dazu so häufig wie
ich, wir hätten hier keine Probleme mit dem Schlafen mehr! Aber während
ich noch immer völlig erschöpft aus dem Bett krauche (ich war der
Entspannung nichtmal annähernd nahe) ist das Kind nach seinen 10 Minuten
Powernap wieder topfit.
In solchen Momenten freue ich mich dann auf die Zeit, wenn er größer ist
und zur Schule geht. Wenn er dann früh morgens nicht aufstehen will,
oder nachmittags müde nach Hause kommt, und noch Hausaufgaben zu
erledigen hat. Dann werde ich ein klein Bisschen Schadenfreude
auspacken, und ihm sagen: "Damals als du noch jederzeit hättest schlafen können... da wolltest du nicht! Jetzt siehst du mal, wie es der Mama damals ging."
Wir wollten doch damals auch nie Mittagsschläfchen machen und jetzt lieben wir sie :D wenn ich nicht so weit weg wohnen würde, würde ich ihn nachmittags ab und an für 1-2 Stündchen abholen und mit ihm über's Feld spazieren...wenn er was älter ist, schickst du ihn einfach über's Wochenende zur Gode und dann kannst du Mittagsschläfchen machen so viel du willst :D Schöner Blog übrigens! Fühlt euch gedrückt <3
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